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Der Pflichtteil des Ehegatten

Wurde der Ehep­art­ner enterbt, dann kann er trotz des vor­liegen­den Tes­ta­ment einen Pflicht­teil gel­tend machen und hat — soweit er im Zugewin­naus­gle­ich ver­heiratet war — Anspruch auf einen konkret berech­neten Zugewin­naus­gle­ich. Dem Ehe­gat­ten ste­ht in der Regel auch ein Pflicht­teil zu, wenn er sein Erbe als geset­zlich­er Erbe auss­chlägt. Dies macht ins­beson­dere dann Sinn machen, wenn der tat­säch­liche Zugewin­naus­gle­ich höher ist, als der pauschal­isierte Zugewin­naus­gle­ich ist. Daneben ist die Unter­schei­dung zwis­chen großen und kleinen Pflicht­teil zu beachten.

Pflichttei des Ehegatten

Pflichtteil  Ehegatte

Der geset­zliche Pflicht­teil entspricht der Hälfte des geset­zlichen Erbteils. Im Rah­men der Zugewin­nge­mein­schaft ist insoweit zwis­chen großen und kleinen Pflicht­teil zu unter­schei­den. Im Rah­men der Zugewin­nge­mein­schaft wird der Zugewinn aus der Dif­ferenz des Anfangs- und End­ver­mö­gens berech­net. Bei­den Ehep­art­nern ste­ht jew­eils die Hälfte des Zugewinns des anderen Ehep­art­ners zu. Im Todes­fall wird der Zugewin­naus­gle­ich dadurch ver­wirk­licht, dass sich der geset­zliche Erbteil des über­leben­den Ehe­gat­ten um ein Vier­tel der Erb­schaft erhöht.

Der große Pflicht­teil ste­ht dem Ehe­gat­ten zu, wenn er durch Tes­ta­ment zwar als Erbe oder Ver­mächt­niss­nehmer bedacht wurde, dieser aber geringer ist als der Pflicht­teil bei ein­er Enter­bung. Dann ste­ht dem Ehep­art­ner ein Zusatzpflicht­teil bzw. Pflicht­teil­srestanspruch gemäß §§ 2305, 2307 Abs. 1 S. 2 BGB zu. Er beträgt die Hälfte des geset­zlichen Erbteils, der um den pauschal­isierten Zugewin­naus­gle­ich von ¼ gemäß § 1371 BGB erhöht wurde.

Der kleine Pflicht­teil ste­ht dem Ehep­art­ner dann zu, wenn er von seinem Ehe­gat­ten enterbt wurde oder die Erb­schaft auss­chlägt. In diesem Fall ste­ht ihm ein konkreter Zugewin­naus­gle­ich zu, bei dem das Anfangs- und End­ver­mö­gen miteinan­der ver­rech­net wird. Zum geset­zlichen Erbteil, der entwed­er ¼ für Ehep­aare mit Kindern oder ½ für Ehep­aare ohne Kinder beträgt, wird der indi­vidu­elle oder konkrete Zugewin­naus­gle­ich hinzugerech­net. Der Pflicht­teil für Ehe­gat­ten ohne Kinder entspricht dem­nach ¼ und für Ehe­gat­ten mit Kindern 1/8.

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